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Ajax Amsterdam: Das weltbekannte Ausbildungskonzept

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Die Fußballschule von Ajax Amsterdam gilt als eine der besten der Welt. Seit über 30 Jahren fördern sie Talente, die später internationale Topstars werden.

Die Talentschmiede schlechthin

Seit Johan Cruyff 1973 von Ajax zum FC Barcelona wechselte, hat der Verein mit Ausnahme von 1979 jährlich mindestens einen Profi ins Ausland ziehen lassen müssen, insgesamt weit über 100. Dennoch gewann Ajax in dieser Zeit alle Europacups und den Weltpokal. Möglich war dies dank der vielleicht weltbesten Fußballschule, in der ehemalige Stars die zukünftigen Stars ausbilden.

Aus der Ajax-Schule ins Oranje-Team: Andy van der Meyde

Natürlich hat es in der Vergangen heit immer mal wieder Kritik an dem Ausbildungssystem von Ajax gegeben. Selbst der heutige Trainer Ronald Koeman äußerte vor zwei Jahren, als er noch bei Vitesse arbeitete, seine Zweifel. In der vergangenen Saison sorgte gerade er aber in der Champions League für Furore dank der Eigengewächse Maarten Stekelenburg, Nigel de Jong, Wesley Sneijder, Andy van der Meyde und Rafael van der Vaart. Neben den Holländern waren auch ausländische Talente wie Steven Pienaar (Südafrika) oder John O'Brien (USA), die in der Ajax-Jugend ausgebildet wurden, am Erfolg beteiligt.

"Weil man in der Jugend die gleichen Ideen vermittelt wie im Profiteam, braucht man sich taktisch nicht anzupassen, wenn man den Sprung dorthin schafft", erläutert Stekelenburg, der als 20-Jähriger sein Debüt in der Champions League gab, eines der Erfolgsgeheimnisse. Dabei gibt es auch andere Gründe. So steckt Ajax jedes Jahr Millionensummen in sein Jugendzentrum. Außerdem werden alle Kriterien, die ein Nachwuchsspieler erfüllen muss, detailliert ausdiskutiert und beschrieben. Der E-Jugendtrainer weiß genau, was seine Jungs können müssen, um in die D-Jugend aufzusteigen.

Beurteilung durch TIPS

Alle werden nicht nur beim Scouting, sondern auch jedes Jahr im Verein nach dem selbst entwickelten Leitfaden TIPS beurteilt.
TIPS ist eine Abkürzung und steht für Technik, Spielverständnis (holl.: inzicht), Persönlichkeit und Schnelligkeit. Wenn jemand die Kriterien nicht erfüllt, muss er am Saisonende den Verein verlassen.

Dieser Leistungsdruck in einem frühen Stadium der Ausbildung hilft als Profi. Selbst wenn es für Ajax nicht reicht, ist man oft gut genug für andere Klubs: Fast hundert Erst- und Zweitliga-Spieler in Holland waren zumindest eine zeitlang bei Ajax.

Jubeln selbst in der Champions League: Die jungen Wilden von Ajax

Im Jugendzentrum arbeiten viele Altstars, darunter die ehemaligen Bundesliga-Profis Bryan Roy (Hertha) und Sonny Silooy (Bielefeld). Leiter ist Danny Blind, der gleichzeitig die A-Jugend trainiert. Die Europameister von 1988, John van't Schip und Marco van Basten, betreuen die zweite Mannschaft. Wenn diese Routiniers an einen Spieler glauben, ist es für den Trainer im Profi-Bereich leichter, ihm eine Chance zu geben.

Teamgeist ist wichtig, aber es geht um individuelle Entwicklung. So gibt es auch für jeden Mannschaftsteil einen eigenen Trainer. Ex-Mittelfeldstratege und Europameister Arnold Mühren ist für die spezifische Ausbildung von Mittelfeldspielern zuständig. Und Blind erklärt: "Unser Haussystem bleibt 4-3-3, weil so jeder am besten lernt, wie die Laufwege sind, wie man den Gegner austrickst und welche Pässe man schlägt." Und weil die Profis genauso spielen. Die Profis, die fast alle auch aus der eigenen Jugend kamen.
Mit freundlicher Unterstützung von: kicker Sportmagazin
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